Gebiete der Hypnose

Die Wirksamkeit der Hypnotherapie konnte in vielen Studien belegt werden. (siehe unten: Revensdorf et al. 2003) Die folgende Tabelle orientiert sich an den im ICD-10 gelisteten Störungen. Bei den in der mittleren Spalte genannten Störungen ist die Anwendung empirisch gut bewährt. In den in der rechten Spalte gelisteten Fällen ist die Anwendung vielversprechend, aber – bisher – ohne ausreichenden empirischen Beleg.

Kategorien nach ICD-10  

Störungsbereiche mit empirisch

belegter Wirksamkeit

 

Weitere indizierte

Störungsbereiche

Affektive Störungen
(F3)
 

Depression,
Hypomanie

 

-

Angststörungen
(F40, 41, 42)
 

Phobien,
diverse Ängste

  Panikattacken,
Zwang
 Belastungsstörungen
(F43) (Stress)
   akute Belastung,
posttraumatische Belastung,
Anpassungsstörung
  -
Dissoziative, 
Konversions-,
Somatoforme Störungen 
(F44, 45, 48)
  somatoforme Schmerzen,
Reizdarm,
Fibromyalgie, u.a.
 

autonome Funktionstörungen,
Konversionen, 
Hypnochondrie, 
Dissoziative Identitätsstörung,
Amnesie, Fugue, Stupor

Essstörungen (F50)   Essattacken,
Körperbild bei Essstörungen,
Übergewicht
  Bulimie
Andere Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (F51,52 ,21)   Schlafstörungen,
sexuelle Störungen
  -
Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (F54)   Operationschmerz,
Geburtsschmerz, 
Krebsschmerz, 
Migräne, u.a.
  Tinnitus
Abhängigkeit und Substanzmissbrauch 
(F1, 55)
  Tabakabusus   Alkoholismus,
Missbrauch von psychotropen Drogen
Schizophrenie und wahnhafte Störungen (F29)   Schizophrenie ohne Intelligenzminderung   -
Hirnorganische Störungen   Lähmung nach Insult, 
Infarkt, bei MS
  -
Zusätzlich   Adipositas   -
Kinder und Jugendliche   Schmerzkontrolle,
Enuresis, 
Übelkeit und Erbrechen bei Krebs
  Aufmerksamkeits-
störungen, Tics,
Störungen des Sozialverhaltens